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1.2 Lyrik im Realismus. 1.3 Epik im Realismus. Theodor Fontane (1819-1898). 1.4 Realistisches Drama. 2. Literarische Formen




1. 2 Lyrik im Realismus

Nach 1848 setzte im Grenzboten eine heftige Kritik an der Metaphernü berladenheit der Restaurationslyrik, wie sie z. B. teilweise in den Gedichten Droste-Hü lshoffs zu finden ist, ein, um der Entfernung der Lyriksprache von der Alltagssprache entgegenzuwirken. Dies zeigt sich z. B. in Hebbels Gedichten Ich und Du (1843), Ein Bild aus Reichenau (1848), Herbstbild (1852) und Liebesprobe (1854).
Die Lyriker im Realismus wollten in ihren Gedichten nicht etwas Realistisches darstellen, sondern eine poetische Welt zur Realitä t schaffen. Bedeutende deutschsprachige Lyriker im Realismus waren Storm, Fontane, Meyer, Keller und Ferdinand von Saar. Die lyrischen Werke dieser Autoren treten heute oft in den Schatten ihrer epischen Werke oder geraten fast in Vergessenheit.
C. F. Meyer verband in seinen Gedichten ( Der rö mische Brunnen , Zwei Segel , Der schö ne Tag , Auf dem Canal Grande) eine genaue Sinnliche Darstellung der Wirklichkeit mit einer symbolischen und subjektiven Deutung. Solche Gedichte werden auch Dinggedichte bezeichnet. Charakteristisch fü r sie ist, dass das Ding objektiv und distanziert betrachtet wird und alles Unwesentliche dabei vernachlä ssigt wird.

1. 3 Epik im Realismus

1855 erschien Gustav Freytags Roman Soll und Haben, der zum Vorbild fü r die ganze Epoche wurde. Einer der wichtigsten Vertreter der Epik im Realismus war Fontane. Seine ersten Werke waren zunä chst noch frei von Gesellschaftskritik oder Aufklä rung bestehender Missverhä ltnisse, diese kamen erst in seinen spä teren Werken, meist aber versteckt, zum Ausdruck.
In Effi Briest (1895) ü bte Fontane, wenn auch verhalten, Kritik an den Konventionen und Normen der preuß ischen Gesellschaft und ihrem Ehrenkodex und zeigt die Unfä higkeit des Adels ihr zu entkommen. Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1886, bei der sich ein preuß ischer Offizier mit einem Amtsrichter um eine Liebesaffä re dessen mit seiner Frau duellierte.
Die Novelle fand in der Zeit des Realismus ihren Hö hepunkt. Es entstanden zahlreiche Novellenzyklen und Novellen, wie in noch keiner anderen Epoche zuvor. Noch heute sehr bekannt ist z. B. Kellers Novellenzyklus Die Leute von Seldwyla oder Storms Novellen Der Schimmelreiter und Immensee. Aber auch viele andere Autoren waren als Novellisten tä tig, so z. B. C. F. Meyer, A. Stifter (Der Hochwald), Th. Fontane (Schach von Wuthenow), J. Gotthelf (Die schwarze Spinne), F. Grillparzer (Der arme Spielmann), W. Raabe (Zum wilden Mann), Ferdinand v. Saar und Marie von Ebner-Eschenbach.

Theodor Fontane (1819-1898)

1. 4 Realistisches Drama

Das Drama trat im Realismus weit hinter Epik und Lyrik zurü ck. Von den Dramatikern dieser Zeit sind lediglich Hebbel und Grillparzer besonders hervorgetreten und populä r geworden.
Bedeutende, noch heute gespielte, Dramen Hebbels sind Judith (1843), Maria Magdalene (1843) und Agnes Bernauer (1851). Grillparzer wurde v. a. durch Die Ahnfrau (1817) und die Dramentrilogie Das goldene Vließ (1821) berü hmt.

2. Literarische Formen

  • Dinggedicht
  • Entwicklungsroman
  • Gesellschaftsroman
  • Historischer Roman
  • Novelle
  • Dorfgeschichte

Dinggedicht: In einem Dinggedicht wird ein Ding objektiv und distanziert betrachtet. Alles Unwesentliche entfä llt bei der Betrachtung. Das Ding wird daher nicht nur symbolisch, sondern auch subjektiv erfasst. Hä ufig werden Gegenstä nde der bildenden Kunst zum Thema eines Dinggedichtes und werden somit neugeschaffen. Dinggedichte sind z. B. bei Mö rike, C. F. Meyer und Rilke zu finden.

 

Entwicklungsroman: Ein Entwicklungsroman zeigt den Entwicklungsprozess einer Figur, die oft zum Ideal einer Gesellschaftsschicht heranreift, in Korrespondenz mit ihrer Umwelt.

 

Gesellschaftsroman: Ein Gesellschaftsroman beschreibt die zeitgeschichtlichen Verhä ltnisse einer Gesellschaft genau und ü bt meist Kritik an ihren Missstä nden aus.

 

Historischer Roman: Ein historischer Roman lehnt sich an historisch authentische Ereignisse und Personen an. Wie nah dabei die Anlehnung an die Realitä t ist, hä ngt vom jeweiligen Autor ab.

 

Dorfgeschichte: Merkmale einer Dorfgeschichte sind Klarheit und Einfachheit, die durch Volkstü mlichkeit bewirkt werden, und eine Erzä hlperspektive aus bä uerlicher Sicht.

 

Naturalismus

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