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An den Mond. Wanderers Nachtlied




An den Mond

Fü llest wieder Busch und Tal Still mit Nebelglanz,

Lö sest endlich auch einmal Meine Seele ganz;

Breitest ü ber mein Gefild Lindernd deinen Blick,

Wie des Freundes Auge mild Ü ber mein Geschick.

Jeden Nachklang fü hlt mein Herz Froh und trü ber Zeit,

Wandle zwischen Freud und Schmerz In der Einsamkeit.

 

Fließ e, fließ e, lieber Fluss! Nimmer werd ich froh

So verrauschte Scherz und Kuss, Und die Treue so.

 

Ich besaß es doch einmal, Was so kö stlich ist!

Dass man doch zu seiner Qual Nimmer es vergisst!


Снова лес и дол покрыл Блеск туманный твой:

Он мне душу растворил Сладкой тишиной.

 

Ты блеснул… и просветлел Тихо тёмный луг:

Так улыбкой наш удел Озаряет друг.

 

Скорбь и радость давних лет Отозвались мне,

И минувшего привет Слышу в тишине.

 

Лейся, мой ручей, стремись! Жизнь уж отцвела;

Так надежды пронеслись; Так любовь ушла.

 

Ах! То было и моим, Чем так сладко жить,

То, чего, расставшись с ним, Вечно не забыть.

(Василий Жуковский)

 

 

Das kleine Gedicht „Wanderers Nachtlied“ steht dem Gedicht „An den Mond“ nahe. Es entstand zu spä ter Abendstunde in einem Jagdhä uschen auf dem Kickelhahn, einer Berghö he, die Goethe erstiegen hatte. Leicht und zart wie ein Hauch empfindet man den Frieden, der sich in der abendlichen Stille ü ber die Landschaft ausbreitet und zum Nachdenken anregt. Der Eindruck wird vertieft durch die klassische Ü bereinstimmung von Form und Inhalt.


Wanderers Nachtlied

Ü ber allen Gipfeln Ist Ruh,

In allen Wipfeln Spü rest du

Kaum einen Hauch.

Die Vö gelein schweigen im Walde. Warte nur, balde

Ruhest du auch.

 

Горные вершины Спят во тьме ночной; Тихие долины

Полны свежей мглой; Не пылит дорога,

Не дрожат листы… Подожди немного, Отдохнёшь и ты.

(Михаил Лермонтов)

 

Um der Enge des Lebens am Weimarer Hof zu entgehen und in sü dlicher Landschaft die Harmonie zwischen Natur und Kunst zu finden, unternahm der Dichter 1786 eine Reise nach Italien. Hier vollendete Goethe seine Dramen „Iphigenie auf Tauris“ (1787),

„Egmont“ (1788) und „Torquato Tasso“ (1789).

Das Thema von Goethes „Egmont“ ist der Kampf der Niederlande gegen die spanische Fremdherrschaft im 16. Jh., gegen religiö se und nationale Unterdrü ckung, gegen die reaktionä ren Krä fte der alten feudalen Welt. Zum ersten Male in der deutschen Literatur brachte Goethe das Volk in groß en realistischen Massenszenen auf die Bü hne.

Goethe wä hlt den Grafen Egmont, Vertreter des niederlä ndischen Hochadels und Heerfü hrer in spanischen Diensten, zum Helden, der trotz seiner nationalen bü rgerlichen Forderungen doch noch zu einem Kompromiss mit dem


spanischen Kö nig bereit ist. Die Warnungen seines Freundes Oranien missachtend, fä llt er in die Hä nde des spanischen Herzogs Alba. Vergebens sucht Klä rchen, Egmonts Geliebte, die Bü rger zum Aufstand und zur gewaltsamen Befreiung Egmonts aufzurufen. In ihrer Verzweiflung nimmt sie Gift und geht dem Geliebten im Tode voraus. In der Nacht vor seiner Hinrichtung erscheint dem schlafenden Egmont im Traum die Geliebte als Gö ttin der Freiheit; sie verkü ndet ihm, dass sein Tod den Niederlanden die Unabhä ngigkeit bringen werde, und schmü ckt ihn mit einem Lorbeerkranz. Unverzagt und seinem Volk als Vorbild geht Egmont in den Tod.

Klä rchen verkö rpert die Entschlossenheit und Kraft des Bü rgertums, sie wä chst zu einer Volksheldin heran, wie sie die deutsche Literatur bis dahin nicht kannte.

Es ist kein Zufall, dass es unter Goethes Dichtungen gerade

„Egmont“ war, der Beethoven zu seiner wunderbaren Komposition begeistert hat.

Goethes Drama „Torquato Tasso“ beruht auf realen Ereignissen.

Der Dichter Torquato Tasso lebte in Italien im 16. Jh. Sein Kreuzugsepos „Das Befreites Jerusalem“ kannte Goethe noch aus der Bibliothek des Vaters.

Goethes Drama setzt damit ein, dass der Herzog Alfons von Ferrara den Dichter Tasso, der gerade sein groß es Epos vollendet hat, mit Lorbeer krä nzen lä sst. Die Ehrung verleitet den wirtschaftlich abhä ngigen Dichter zu der Illusion, seine Leistung, die dem Ansehen des Hofes dient, erhebe ihn zu einem gleichberechtigten Partner des Fü rsten. Er liebt die Prinzessin und glaubt sich ihrer wert, muss aber erkennen, dass sie ihm unerreichbar ist. Er erkennt die entwü rdigende Lage, in der er sich am Hofe befindet. Er will Ferrara verlassen, lä sst sich beim Abschied von der Prinzessin zu einer Liebeserklä rung hinreiß en, wird von ihr zurü ckgewiesen und verliert nun vö llig seine innere Haltung. Prinzessin Lenore kann in diesem Konflikt zwischen Kü nstlertum und Wirklichkeit nicht vermitteln, weil es keine Brü cke gibt zwischen der ungezü gelten Leidenschaft Tassos und der Welt von Sitte, Ordnung und Maß, die sie selbst verkö rpert.


Wie im „Werther“ stellt Goethe auch in diesem Drama einen Teil seiner selbst dar; wie im „Werther“ gelingt es ihm, den Zwiespalt zwischen Subjektivismus und wirklichem Leben zu ü berbrü cken, jetzt aber auf der Ebene der klassischen Form.

Das Schicksal des Dichters Tasso ist das Schicksal des Kü nstlers, der, allein einem grenzenlosen Subjektivismus folgend, gegen Sitte und Anstand verstö ß t und mit sich selbst zerstö rt.

 

1794 begann Goethes Freundschaft mit Schiller, die trotz eines gewissen Konkurrenzverhä ltnisses, das zwischen ihnen herrschte, von intensivem Gedankenaustausch und gegenseitiger Fö rderung geprä gt war. Schiller drä ngte den Freund zur Weiterfü hrung seiner Werke „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ und „Faust“.

„Wilhelm Meisters Lehrjahre“ ist der bedeutendste Entwicklungsroman der deutschen Literatur. Der Roman handelt vom Streben eines Bü rgers nach voller Entfaltung seiner Persö nlichkeit. Goethe fü hrt den Helden des Romans zu einer Vielzahl von Begegnungen, die ihn auf seinem Wege befö rdern. Dadurch widerspiegelt das Werk die deutsche Gesellschaft des 18. Jh. in groß er Breite. Der Entwicklungsroman ist zugleich Zeitroman.

Wilhelm, der Sohn eines Kaufmanns, will Schauspieler werden, ohne eigentlich recht fü r das Theater begabt zu sein. Auf der Bü hne, als Schauspieler, will er darstellen, was er in Wirklichkeit nicht darf, denn die Mö glichkeiten des von Geburt bevorrechteten Adligen, dem „eine gewisse allgemeine... personelle Ausbildung“ offen steht, sind Wilhelm versperrt. Das Liebesverhä ltnis mit einer jungen Schauspielerin fö rdert seinen Ü bergang zum Theater. Seine Bemü hungen als Dramaturg und Regisseur in einer herumziehenden Komö diantentruppe verfolgen das Ziel ein deutsches „Nationaltheater“ zu schaffen.

Zahlreiche Personen beeinflussen den Helden. Er lernt Menschen der verschiedenen Stä nde und Berufe kennen. Mit der Zeit fü hlt er sich aber immer stä rker. Der anfä ngliche Individualismus Meisters, der ihn nur an sich selbst denken ließ,


fiel ab. Goethe lä sst seine adligen Idealgestalten freiwillig auf ihre Privilegien verzichten und ein Leben in einer Tä tigkeit zum Wohle der Mitmenschen fü hren.

Die geheimnisvolle Gestalt Mignons erscheint wie ein Wesen aus einer anderen Welt. Ihre Lieder und die des alten Harfners („Kennst du das Land“, „Wer nie sein Brot mit Trä nen aß “, „Nur wer die Sehnsucht kennt“) gehö ren zu den schö nsten der deutschen Lyrik.

Als Kind wurde Mignon von fahrenden Zirkus-Leuten aus Italien nach dem Norden verschleppt. Wilhelm Meister hat das Mä dchen von diesen Menschen befreit, und sie sieht nun in dem jungen Mann einen geliebten Bruder, einen treuen Freund und Vater. Mignon hat die schmerzliche Sehnsucht nach ihrer Heimat. Besonders stark wird ihr Heimweh in dem folgenden Lied ausgedrü ckt.

 

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